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Thema: Eros

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Post Eros

    Die Rhythmik deines Atems
    schläft in meinem Sein
    den gleichen stillen Takt


    Ich liege nah bei dir
    und halte mit den Händen
    deine heisse Stirn


    Noch eben hingen deine Lippen
    an den Brüsten
    und sogen alle Liebe ein
    die eine Frau dem Manne geben kann


    Ermattet liegst du nun
    auf deiner linken Seite
    und deine Energie
    hat Löcher in den Raum geschlagen


    Die Kühlung meiner Hände
    heisst dir bald den ersten Traum
    der Nacht willkommen

  2. #2
    schreibt hier hin und wieder
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    Post Eros III

    Wann sehe ich das milde Licht -
    wenn du eindringst oder wenn du
    meinen Leib verlässt?


    Wann spüre ich die Wärme -
    bevor sich deine Energie entlädt
    oder wenn sie ihren Fluss schon angetreten hat?


    Wann bin ich selbst die Liebe -
    wenn unser Körperakt vereinigt ist
    oder allein ich still in meinem Bette bete?

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    Post Eros IV

    Wie fein deine Finger
    über meinen glatten Leib nun gleiten


    Wie weich mich dein Haar zu streicheln vermag
    und die Haut sich dabei nach dem Salz des Meeres sehnt


    Wie zart die Küsse
    nach dem Gold der Sonne schmecken


    Wie deine Stoppeln im Gesicht
    mit ihrem Kitzeln meine Brüste fein erregen


    Wie fest und weich und unbedingt
    du in die Höhle meines hochbereiten Leibes dringst

    - so liebst du mich auf immer neue Art

  4. #4
    schreibt hier hin und wieder
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    Post Eros II

    Berühre mich im Geist so tief
    dass meine Ströme in den warmen Fluss
    des Lebens kommen


    Sei so sehr Geistpotenz für mich
    dass mein Schoß den Körperkosmos
    heut das neue Beben lehrt


    Sei so sehr Seele und Gefühl
    dass wir im Brennen unserer Lust
    das tiefste Sehnen nun erfahren
    und uns für einen Augenblick
    aus Raum und Zeit entkörpern

  5. #5
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    Post AW: Eros III

    Für ein Gedicht erscheint es mir zu wenig verdichtend, zu wenig ver-schweigend, zu wenig um die Mitte der LIEBE herumgebaut. Für eine Liebeserklärung wirft es zu viele Fragen auf, die jemanden verunsichern könnten.

  6. #6
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    AW: Eros I + IV

    Das erste Gedicht hat eine Direktheit, die mir zu wenig lyrisch, zu wenig gesungen daherkommt. Der zweite Text zeigt die alte Besinnlichkeit auf, bringt Bekanntes in neuer Variation, kann eher noch gefallen.

  7. #7
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    Post AW: Eros III

    Verunsicherungen! Ich hoffe es!! So soll es sein!... das bringt Lebendigkeit!

  8. #8
    rodbertus
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    AW: Eros I

    Das soll ein Liebesgedicht sein? Kein Rhythmus, keine Verdichtung, nur ein Gefühlsüberschwang, doch der macht noch kein Gedicht, dazu etliche abstrakta.

  9. #9
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    AW: Eros I

    mu? ein schlechtes gedicht sein,denn steckt ja viel gefühl drin.......
    die kalten hände würden mich auch eher aus meinen süßen träumen wecken......


    gruß.d

  10. #10
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    AW: Eros I

    Komisch, der Unterschied, zwischen kühlender Berührung und kalten-vitamin -b-Mangel-Händen scheint wohl offenbar nur mir selbst greifbar zu sein!! Na ja, ihr Männer seid halt auch keine Mütter, die schon öfter mal am Bett von fieberkranken Kindern beispielsweise wachten und reale Temperaturunterschiede in den diversen Zuständen körperlicher Dispositionen erlebten... oder vielleicht sogar schon in Zustände persönlicher Erregung gelangt seid, die kühlende, beruhigende von kalten Händen auf der Stirn - sprich dem Bereich des dritten Auges, dem Stirnchakra und seiner BEdeutung in diesem Zusammenhang - erfahren habt.... Hmm.... liege ich falsch damit?

  11. #11
    rodbertus
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    AW: Eros IV

    Das gefällt mir. Ich mag gerade die Direktheit. Hier jedenfalls. Die Stimmung ist durchgehalten, der andere kommt indirekt zum Zuge, wird sogar durch sein Äußeres zum lyrischen Ich in einen Bezug gesetzt. Das ist fein und kennzeichnet den Schreiber als zumindest begabt.
    Jetzt bin ich auf die anderen Texte neugierig geworden...

    P.S. Dieses mittenmangige Geschnatter aber geht mir auf den Keks.

  12. #12
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Eros I

    Das mit der Brust, Gesine (ich glaub, der Name paßt zu Dir), nehm ich Dir nicht ab. Also, ich nehm's Dir ab, aber es ist nicht so. Urerfahrung? Kaum. Saugen ist keine Urerfahrung, eher eine Folge, also eine Stufe des Werdens später/weiter. Das tätige Miteinander hat Worte gefunden; dafür meinen Respekt. Es steht mir hier zu vieles nebeneinander. Fehlende Verdichtung tut Not.
    Daß wir Männer keine Erfahrung mit kranken Kindern haben sollen, ist eine sich hartnäckig haltende Mär. Vielleicht liegt's daran, daß Kinder, geraten sie unter unsere Aufzucht, nicht krank werden.

    Gruß, Ed vom Schleck, alleinerziehender Vater.

  13. #13
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    AW: Eros I

    Lieber Robert!
    Christine! nicht Gesine! Aber schau: Du lagst soooo nah an meinem Klang! Na gut, bei der Brust ist wohl das Sehnen nach dem Finale mit eingeflossen!! Ich weiss um die Beschränktheit des Liebe-Gebens. Sachlich ist es wohl nicht richtig. Aber ich fands schön. So mal als Gedanke an sich! Ähmm... müssen alle lyrischen Aussagen auch immer der erlebten Wahrheit schon entsprechen? Dann muss ich noch vieles allerdings auch "korrigieren"... beim Mann, bei der Frau, den Menschen an sich... Ich bin wohl eine hoffnungslose Träumerin, die sich noch immer fest einbildet,allen Ernstes mit tiefgefühlten Visionen neue Wirklichkeiten anzuziehen! Und dennoch! Irgendwie glaub ich daran, dass das funktioniert!

  14. #14
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Eros III

    Ich erkenne da ein Muster. Du schreibst ein Verb, ein Substantiv, ein Adverb oder Pronominaladverb und ein Pronomen auf jede Zeile, schüttelst die durch und schaust, daß Du zur nächsten Zeile kömmst. Manchmal hast Du Glück, wie es hier aussieht... manchmal aber auch nicht.

  15. #15
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    AW: Eros III

    ich denke, du sprichst schon alles aus, was der leser sich "erarbeiten" müsste. nur das beten bleibt mir rätselhaft.

  16. #16
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    AW: Eros III

    schade find ich eben,dass da wenig zu erarbeiten, zu erdenken ist. alles ist gesagt und ist fertig vorgekaut.... ich finde es immer schöner,wenn der leser sich reindenken muß.mehrmals lesen will, verstehen will,verschieden drin lesen kann......
    gruß.....decariot

  17. #17
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    AW: Eros III

    "Wann bin ich selbst die Liebe -
    wenn unser Körperakt vereinigt ist
    oder allein ich still in meinem Bette bete?"


    ein wort haben wir: liebe. wir bräuchten allerdings mehr worte als nur dieses.


    liebe und sex, liebe und gott: ich denke, mit demselben zeichen (liebe) sind hier zwei verschiedene empfindungen bezeichnet.


    deine frage ist darum, meines erachtens, rein sprachlich eine frage. im lebendigen sein stellt sie sich nicht - so.


    womit ich meine meinung zum zölibat der katholischen geistlichen gesagt habe, recht eigentlich.


    Mr. Jones

  18. #18
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    AW: Eros III

    Hallo tin-ka,
    mein beten ist rätselhaft? Für mich ist es kräftespendend. Deshalb tu ich es so gerne.. Gebet, ge-bet - geben! Hingabe... das Beten und das Gebet passen in meinem Fall perfekt zur Erotik, weil es unterstützende Funktion hat, die sich in der Realität sehr konkret auswirkt. Ob es die Kraft hinter dem Beten dann ist, ob es Gnade ist, ob beides korrespondiert, sei mal dahingestellt. Doch den innewohnenden Wert für mich möchte
    ich nicht mehr missen. Beten ist Hingabe. Erotik ist Hingabe.. jeweils an das Höhere. Erotik kann also beten sein. Beten vor der Erotik als "Bitte" und danach " als Dank" ist im übrigen eine weitere schöne Abrundung.
    Gut, dass ich es kann.

    Lieber Mr. Jones,
    nachdem ich Dir zustimme, wirst Du vielleicht auch meiner Antwort an tin-ka zustimmen können über die Verbindung von Erotik und Gebet. Letztlich sprechen wir beide über das gleiche. Insofern hast du recht! Auch was die Anmerkung zum Gedicht angeht. Aber die Frage stellte sich! So wie sich viele Fragen immer wieder stellen, obschon man die Antwort kennt (jedoch häufig noch nicht voll integriert hat, was ja eine völlig andere Dimension ist).

    Lieber decariot,


    unvorgekaute Texte zum Zähneausbeissen hab ich noch massenhaft. Die kommen dann nach und nach (weisst ja, ich lobe Besserung!)Ob sie Dir dann Freude machen, weiss ich nicht, ob sie dir gefallen, ebenfalls nicht. Aber dass sie Denkzunder enthalten, würde ich mir von keinem absprechen lassen. Mein lyrisches Selbstbewusstsein ist noch schwach. Mein Denkerisches jedoch weniger schwach!

  19. #19
    schreibt hier hin und wieder
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    Post Eros VII

    Gedankenschönheit möcht ich von dir atmen
    Die Tiefe deiner Seele möchte ich erspürn
    Will dich mit meinen raffinierten Küssen laben
    dich in mein Reich anmutiger Sinnlichkeit entführn


    Wenn meine Finger über deinen Manneskörper gleiten
    soll diese Zartberührung selbstvergessen warmes Blut zum Wallen bringen
    Der Spiegel deiner Augen soll mir leuchtend zeigen
    wie jede Pore laut ihr Halleluja lässt erklingen


    Der Freudenklang des inneren Tones
    der unsere Verschmelzung liebevoll zum Akt der schönsten Feier macht
    Das Hohe Lied ertönt dabei in allen unsren aufgewühlten Genen
    Du liegst an meinem Herzen - stark, fest, biegsam und so sacht


    Entlassen dann aus meinem warmen Schoß
    Werd ich dein Drittes Auge leise küssen
    Sanft in meinen weichen Armen wiegen
    und dich bald schmerzlich tief, ganz tief vermissen

  20. #20
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    AW: Eros VII

    Halleluja?


    Warum schreibst Du diese Versprechungen nicht als Brief? Zum Beispiel an einen gewissen Bauern. Ich mach das mal für Dich:


    Liebster Bauer Hans,
    ich sehe in deinen Augen nur reinstes Denken. Bitte, laß mich die Schönheit jener Gedanken aus dir atmen, und könnte ich tauchen, möchte ich auch die Tiefe deiner Seele loten. Gewährst du mir meinen unbescheidenen Wunsch, will ich dich zum Lohn mit raffinierten Küssen laben und dich anmutig in mein Reich nackter Sinnlichkeit entführen.
    Stell dir vor, wenn meine Finger über deinen starken Körper gleiten, wird zarte Berührung selbstvergessen dein warmes Blut in Wallung bringen, und der Spiegel deiner sanften Augen soll mir alsbald hell leuchtend schildern, wie jede Pore unsrer Haut ihr Halleluja gemeinsam läßt erklingen.
    Gerade entlassen aus meinen Schoß, vermisse ich dich schon jetzt ganz tief. Deine dir Entgegenströmende




    Ohgottohgottogott, was gäbe ich dafür, wenn ich heute noch ein solches Schreiben
    bekäme!
    Ja was eigentlich? Ich würde mal meinen: Mindestens dreißig frisch gelegte Eier und ein Suppenhuhn dazu.






    [Diese Nachricht wurde von Hannemann am 01. März 2003 editiert.]

  21. #21
    schreibt hier hin und wieder
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    Post AW: Eros VII

    Lieber Bauer Hans,


    bräuchte ich jedoch nur EIN Eigelb für meinen Pudding, dann würde ich einem Bäuerlein - auf heiligem Berge wohnend - einfach diese Überlegung dann schicken!


    Sternengleiche Göttin
    Willst du in mir sehn
    Lustvoll opulente Hure
    Nonne in Ergebenheit
    Bereit zu jedem Treueschwure


    Bereit zu jeder Tat der Lust
    Die deine Sinne in den Wahnsinn treiben
    Und fern dir halten jeden Augenblick von Frust


    Amazone sollte ich dir sein
    Mutter, Karrierefrau und schlichtes Weib
    Anmutig schön, recht geistreich, liebestoll
    Demütig und jederzeit zum Liebesspiel bereit


    Du legst in mich den Traum der Männer dieser Welt
    Du forderst wortlos still von mir nichts weniger
    Als Repräsentantin der Vollkommenheit zu sein
    Damit das Brennen deiner Männlichkeit
    Erlischt - und du danach ganz: rein, ganz: rein


    Ich seh in dir den Wunsch
    Nach der Erfüllung durch das Weib der Welt an sich
    Ich seh in dir die Trauer über all den unerlösten Schmerz
    In meiner unvollkommnen Ganzheit wend ich mich an dich


    Und sag: Komm, schau
    Schau!
    Ich bin Frau
    Nur Frau!


    Sonst nichts!

  22. #22
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    Post AW: Eros III

    Das milde Licht du siehst,
    in der Stille des Verweilens,
    zwischen Eintor und Austor.


    Die Wärme, du sie spürst,
    in der Spanne der Erwartung,
    bevor der Fluss entspringt.


    Und Liebe du bist selbst,
    in jedem dieser Augenblicke,
    denn Beten ist kein Selbstbetrug.

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