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Thema: Green Economy - der große Schmäh

  1. #26
    schreibt hier hin und wieder Avatar von WirbelFCM
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Zitat Zitat von eulenspiegel Beitrag anzeigen
    Germanisten und Historiker sollten sich lieber nicht in Naturwissenschaften versuchen.

    Mann, geht's noch?

    Der im o.a. Artikel angesprochene CO2-Anstieg bezieht sich auf März 2019 und April 2020. Dazwischen liegen 13 Monate, davon 11 Monate Vollbeschäftigung und Hochkonjunktur. Der 2-monatige CV-Lockdown besagt hier nichts.

    Aisserdem: Schon mal was von Trägheit eines Systems gehört? Selbst wenn der menschengemachte CO2-Ausstoß von heute auf morgen auf 0 gesenkt würde, heisst das noch nicht, dass der CO2-Gehalt ab morgen sofort sinken oder stagnieren würde!
    Naja, dem muß ich mal entgegenhalten, daß sich das damals, nach dem 11.September, als für ein paar Tage jeglicher Flugverkehr eingestellt worden ist, sehr wohl bemerkbar gemacht haben soll (!) mit der Abnahme des CO2-Gehaltes. Allerdings weiß man natürlich nicht, ob man die heutigen und/oder die damaligen Meldungen wirklich ernst nehmen darf. Allerdings habe ich gerade am WE einen Artikel gefunden, daß man gerade nach Jahrzehnten zum ersten mal wieder von Indien aus den Himalaya sehen können soll!

    Die beste Sendung, die ich zum Thema Klimawandel und CO2 bisher gesehen habe war übrigens diese hier: https://www.facebook.com/35725587103...4501965473278/
    Das klingt für mich zumindest alles schlüssig und erweckt auch den Anschein, auf wissenschaftlich seriösen oder zumindest glaubwürdigen Daten zu basieren.

  2. #27
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    erstellt von heise

    Die Druckwelle der Implosion soll dafür sorgen, dass der Wasserstoff 50 bis 100 Millionen Kelvin heiß und dabei so stark komprimiert wird, dass er hundertmal dichter wird als Blei. Unter diesen Bedingungen, so hatten Berechnungen ergeben, müssten die Wasserstoffkerne zu Helium verschmelzen und dabei ein Vielfaches der Energie wieder freigeben, die man vorher in die Zündung investiert hatte. Hätte, müsste, könnte. Aber all die geballte Energie, die gebündelte Kompetenz militärischer und ziviler Forschung und eine beträchtliche Menge Geldes hatten bislang nicht geholfen.
    Nun aber melden die Fusionsforscher erstmals einen Durchbruch: Am 8. August ist es ihnen gelungen, bei einem Schuss 13,9 Megajoule Energie zu erzeugen – das sind rund 70 Prozent der Energie, die sie vorher hineingesteckt hatten. Das lässt vermuten, dass bei dem Experiment tatsächlich eine sich – zumindest kurzfristig – selbst erhaltende Fusionsreaktion erzeugt wurde. Mit den Experimenten, die zum Teil auch zur „Qualitätssicherung“ von Atomwaffen dienen, wollen die NIF-Forscher weiterhin zeigen, dass die Laserfusion sich eignet, um ein kommerzielles Fusionskraftwerk zu bauen.
    Ich will ja nicht unken, aber könnte das für die Windräder das Ende bedeuten? Es wäre zu schön. Ja, ich weiß, daß die technische Umsetzung wissenschaftlicher Entdeckungen immer Jahre dauert, aber ein Licht am dunklen Horizont ist das doch, wenn Kernfusion doch möglich sein sollte.

    Und wie stehen die GRÜNEN zur Fusionsidee?

  3. #28
    Ist durch nichts wegzugraulen Avatar von anderedimension
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Und wie stehen die GRÜNEN zur Fusionsidee?
    gespalten.


    Das könnte die Zukunft sein...nicht nur für die Energiewende...sondern auch um der Erde zu entkommen. Allerdings wird es noch lange dauern...bis diese Technologie beherrschbar ist. Der Anfang ist gemacht...
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  4. #29
    schreibt hier hin und wieder Avatar von WirbelFCM
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Aber wenn ich nur 70% rauskriege ist das doch nicht wirklich ein gewinn oder sehe ich da was falsch?

  5. #30
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Der Weg ist hier zwar nicht das Ziel, die 70% zeigen aber an, daß es vielleicht der richtige ist, zumal dann, wenn zuvor nur 10, 20 oder 30% erreicht worden sind.

  6. #31
    schreibt hier hin und wieder Avatar von WirbelFCM
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Klar, grundsätzlich schon. Das bedeutet aber immer noch, dass etwa 30% energie“verluste“ entstehen, die idR in Abwärme umgewandelt werden. Wärme ist das was wir eher reduzieren wollen

    Letztendlich bleibt die Frage, was genau da an energie reingesteckt wurde. In solaranlagen steckt man bspw. Überhaupt keine energie rein, sondern nutzt die energie des sonnenlichts. Bei helixturbinen nutzt man 100% Windkraft. Bei luftwärmpumpen bekommst du bspw. Das 5-6fache der reingesteckten energie raus! Mein vater heizt seit fast 20 jahren sein haus ausschließlich mit einer luftwärmepumpe („klimaanlage“). Für notfälle (so ab -15 grad außentemperatur bringt die LWP kaum noch ertrag) hat er sich nich für 3-400€ einen kaminofen angeschnappt, den hat er aber noch nie benutzt :D

    von daher klingt das für mich erstmal (!) nicht so, als ob wir damit das energieproblem lösen könnten. Ich bin mir sicher, dass tesla da schon wesentlich weiter war

  7. #32
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Apropos China. China ist für eine Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich. Böse, böse Chinesen. Klimasäue.

    Mein Handy: made in PRC
    Mein PC, mein DVD-player, mein TV-screen, der halbe Haushalt: made in PRC
    Sogar das halbe Auto made in PRC.

    Vorschlag: Produzieren wir den ganzen Schrott doch in der EU. Kostet dann das Doppelte, wird also länger genutzt und weniger gekauft, Vollbeschäftigung und wird CO2-neutral hergestellt und verteilt. Und die pöhsen Chinesen halbieren ihre CO2-Emissionen.

    Wie? Geht nicht, weil dirigistisch, gegen freie Märkte, preistreibend ....

    Also, was wollen wir? Den Planeten retten oder hemmungslos konsumieren?

  8. #33
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Das ließe sich ziemlich schnell regeln: durch Zölle. So machte man das immer in der Vergangenheit. Das neue Zollmittel hieße: Umweltindikator.
    Aber ich bin gegen so was. Auch glaube ich nicht, daß CO² das Teufelszeug ist, als daß es immer beschrieben wird. Die gegenwärtige Erderwärmung sehe ich in erster Hinsicht als zyklischen Prozeß an, der mehr mit der Erdachsenneigung, geringeren Eruptionen und Sonnenstürmen zu tun hat und sich wieder umkehren wird, wenn diese Faktoren anders aussehen.
    Andererseits bin ich immer auch für Produktion vor Ort, egal wo auf der Welt. In Gedanken habe ich mir schon mal vorgestellt, wie es wäre, wenn man das strikt durchsetzen würde. Schwierig. Aber es ginge, jedenfalls in meiner Gegend. Wir könnten uns hier mit allem selber versorgen und hätten sogar noch Exportmöglichkeiten.

  9. #34
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Der pompöse Klimagipfel von Glasgow hat - ja hat was? Nix gebracht ausser Reisespesen, Hotelkosten und viel heiße Luft - und damit meine ich nicht die Abgase der Flieger der An- und Abreisenden. So wird das nix. Von wegen wir retten das Klima.

    Und da stellt sich die z. B. deutsche Umweltministerin hin und spricht von einem Durchbruch. Welchen meint sie? Impfdurchbruch, Schwachsinnsdurchbruch? Und ähnlichen Stuss werden alle heimkehrenden Ministerinnen von sich geben.

    So wird das nix. Gar nix. Aber die erdrückende Mehrheit der Bevölkerungen global will das ja so. Ein bissl Klimaschutz, ein bissl Umweltschutz, Hauptsache, ich spür nix davon. Weniger Konsum, weniger Verbrauch, intelligentes Haushalten und Wirtschaften? Bei mir doch nicht!

  10. #35
    schreibt hier hin und wieder Avatar von WirbelFCM
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    Zitat Zitat von aerolith Beitrag anzeigen
    Andererseits bin ich immer auch für Produktion vor Ort, egal wo auf der Welt. In Gedanken habe ich mir schon mal vorgestellt, wie es wäre, wenn man das strikt durchsetzen würde. Schwierig. Aber es ginge, jedenfalls in meiner Gegend. Wir könnten uns hier mit allem selber versorgen und hätten sogar noch Exportmöglichkeiten.
    ich denke, eine gesunde mischung aus eigenproduktion und import wäre das optimum. Bananen und kiwi braucht man bspw. nicht in DE anbauen, das können andere länder besser. Und erdöl ist hier ja auch nicht so stark vertreten. Gesunder, fairer handel mit dem rest der welt würde das auch für alle beteiligten zum vorteil machen.

  11. #36
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    interessanter Vortrag bei einer Klimakonferenz: Symptome einer sich verschärfenden Klimakrise bestehen nur im Bereich der Temperatur, nicht aber in den anderen Bereichen. Der Referent nutzte nur die offiziellen Zahlen der Bundesämter

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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  12. #37
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Wenn das mit den sich selber ladenden Automobilen Realität wird, würde ich von meinem Diesel aufs E-Auto umsteigen. Ich sehe aber Probleme:
    1. Was, wenn es tagsüber nicht wirklich hell wird?
    2. Wie pflegeintensiv ist die Lichtenergietechnik?
    3. Wie häßlich?

    erstellt von 1e9.community
    Wer ein Elektroauto besitzt, der findet meist nur in Großstädten problemlos eine öffentliche Ladesäule, die nicht bereits belegt oder defekt ist. In vielen Klein- und Mittelstädten hinkt die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge hinterher. Auf dem Land ist die Lage noch prekärer – viele kleinere Gemeinden besitzen keine Ladestationen für E-Automobile. Tatsächlich kommen in Bayern auf 100.000 Einwohner gerade einmal 64 Ladestationen – und damit ist das Bundesland von allen Ländern sogar noch am besten aufgestellt . Eher eine Herausforderung als ein Problem könnten Elektroautos außerdem für das deutsche Stromnetz sein. Selbst wenn, anders als gerne proklamiert, kein black out droht, müssen Ausbauten und Anpassungen vorgenommen werden, wenn die Zahl der Elektrofahrzeuge zunimmt. Eine intelligentere Lastverteilung muss möglich werden .

    Genau aus diesen Gründen wirkt eine Idee vollkommen naheliegend. Warum sollten sich elektrische Autos nicht einfach selbst mit Strom volltanken? Einfach mittels Photovoltaik-Modulen? Diese Vorstellung ist alles andere als neu, sondern sogar vergleichsweise alt. Bereits im Jahr 1955 stellte der General-Motors-Ingenieur William Cobb ein Miniaturmodul eines möglichen Solarautos vor. Und seit 1987 findet regelmäßig die sogenannte World Solar Challenge statt – bei der vor allem Studierende aus aller Welt mit experimentellen Fahrzeugen antreten, die allein mit Sonnenenergie rund 3.000 Kilometer durch die australische Wüste zurücklegen. Dieses Rennen war über viele Jahre eher eine technische Herausforderung. Aber es könnte, wie sich nun zeigt, auch den Weg zu alltagstauglichen Solarautos geebnet haben.

  13. #38
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    ist alles schon Realität, Du kannst umsteigen

    https://www.auto-motor-und-sport.de/...olarauto-2022/
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  14. #39
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Ja, guter Ansatz. Aber da muß noch viel getan werden. Ich bin kein Freund von windschlüpfrigen Formen; ich mag eher die kastenförmigen Autos mit Holzverkleidung, Ledersessel und Schaltknüpppel. Da es aber grundsätzlich zu funzen scheint, wird mein nächstes Auto wohl so ein Ding sein - vorausgesetzt, sie lösen zwei Probleme: 1. 200 will ich schon fahren können; 2. windschlüpfrig-froschig soll es nicht aussehen.

  15. #40
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Da habe ich etwas für Dich:

    SONO SION Testfahrt: Elektroauto mit Solarzellen - Selbstaufladend! - YouTube

    der geht ebenfalls nächstes Jahr an den Start. Du kannst dich da sogar finanziell beteiligen und zum Erfolg des Projektes beitragen. Der Sion (und ähnliche Modelle) wird in Zukunft das Auto der jungen Leute sein...vor allem das der Studierenden...weil die auf Image und Show keinen Wert legen...ganz anders ticken...als alle Generation vor ihnen. Jeder vierte Student verzichtet schon heute auf den Führerschein...jeder dritte auf ein eigenes Auto.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  16. #41
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Na ja, 16 km Reichweite mit der zuhandenen Solartechnik. Das ist viel zu wenig. Auch die 305 km bei herkömmlicher Vollaufladung an der Ladesäule sind viel zu wenig. Da komme ich ja gerade mal bis zur Ostsee, aber nicht wieder zurück. Das Fahrzeug selber gefällt mir ganz gut, aber nicht sehr gut. Eine Variante nur anzubieten, scheint mir etwas einfallslos, ist aber aus finanziellen Gründen nachvollziehbar. Das Ganze wirkt ziemlich bieder, beinahe charakterlos.
    Andererseits sollte man solche Projekte schon unterstützen. Ich finde alles gut, was irgendwie autark ist oder uns unabhängig vom Ausland macht. Hier muß das Karosseriezulieferwerk natürlich nicht im Ausland stehen (gleichwohl ich SAAB sehr gut leiden kann), muß man einen eigenen Antrieb entwickeln, die Modellpalette erweitern und v.a., damit steht und fällt alles, eine Solartechnik entwickeln, die mehr leistet als 16 km täglich. Ich wies kürzlich darauf hin, daß wir kein einziges Gramm Lithium nach Deutschland importieren müssen. Wir müssen nur ein wenig graben, vor allem dort, wo es Heilquellen gibt. Da gibt es genug Lithium.

  17. #42
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Habe dieser Tage eine Diskussion über Kernenergie zugehört. Ich bin ja nun KkW-Gegner. Man muß der Kernenergie aber konzedieren, daß sie nicht mehr mit den gleichen technischen Vorgängen Strom erzeugt wie zu Zeiten, als KkWs extrem gefährlich waren. Die Kettenreaktion, die leicht zu einer unkontrollierbaren werden kann, ist mit den neuen Verfahren kontrollierbar geworden. Behaupten jedenfalls ihre Befürworter. Auch soll die Endlagerung von Brennstäben heute keine Gefahr mehr darstellen, weil die Halbwertzeiten inzwischen bei 300 Jahren liegen sollen. Wie beruhigend! Dann legen wir die Brennstäbe, die noch so eine Million Jahre radioaktivieren doch neben diese und hoffen, daß da nichts passiert.
    Das eigentliche Argument der KkW-Befürworter liegt in zweierlei:
    1. Atomstrom soll billiger sein als Wind- und Solarstrom und
    2. es ist nichts gewonnen, wenn wir unsere AkWs abschalten und statt dessen aus dem Ausland Strom beziehen, der auf AkW-Basis erzeugt worden ist.

    Nun ja, ich habe mir die Anteile der Stromerzeugung und des -verbrauchs mal angesehen - agorameter -und komme zu dem Schluß, daß viel getan werden muß, wenn man unseren Strombedarf, der durch die Zunahme an E-Autos noch steigen wird, sicher decken möchte.
    Grundsätzlich befürworte ich eine Hinwendung zu alternativen (gegenüber Kohle und Atomkernspaltung) Energieträgern. Aber die Windmühlen im Lande will ich nur vereinzelt sehen, nicht flächendeckend wie in Ostfalen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß AkWs gefahrlos sein sollen. Sagte man das nicht auch über Fukoshima? Aber wenn ich mir die chaotische Energiepolitik der letzten Jahre anschaue, dann befürchte ich in nicht unweiter Zukunft Stromausfälle und damit verbundene Kriminalität, Chaos und Tote. Man sollte die AkWs erst dann abschalten, wenn eine alternative Stromversorgung sichergestellt worden ist, womit ich nicht Importstrom aus Polen oder Frankreich meine.

  18. #43
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Alle Debatten rund um Klimaneutralität, Energiewende, Nachhaltigkeit drehen sich endlos im Kreis. Was zur Folge hat, dass wir keinen Schritt weiter kommen.

    Beispiel E-Auto. Es ist unterm Strich völlig Wurscht, ob wir mit Benzin/Diesel oder Strom fahren. Die E-mobilität bringt klimamäßig gar nix, solange das Problem individueller PKW nicht grundsätzlich gedacht wird. Gleich viele oder noch mehr E-PKW werden das Klima nicht retten. Aber darum geht es doch gar nicht. Es geht um ein Billiardengeschäft für alle mit der PKW-Produktion beteiligten Branchen.

    Will man wirklich etwas fürs Klima oder die Umwelt oder die Lebensqualität tun, dann muss man den Individual-PKW weitestgehend abschaffen. Nur ausgesuchte Leute sollten sowas überhaupt noch anmelden dürfen (Ärzte, Feuerwehrleute, ..). Doch auch das ließe sich durch Dauerleasing erledigen. Alle anderen müssten auf ein funktionierendes (!) Car-sharing zurückgreifen. Bedeutet, dass jeder innert 30 min. ein passendes Auto vor die Tür gestellt bekommt, das er nach Gebrauch überall abstellen kann. Mittels intelligenter Steuerung und autonom fahrender PKW ließe sich das locker machen. Sagen wir innerhalb von 5-10 Jahren.

    Ein weiter so, nur E statt B/D bringt gar nichts.

  19. #44
    schreibt hier hin und wieder Avatar von WirbelFCM
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Autos tragen eh kaum zum problem bei. Wenn man die 10 größten frachtschiffe der welt auf „grüne energie“ (in welcher form auch immer) umrüsten würde, würde das mehr bringen als wenn alle autos der welt co2 neutral fahren würden. Und frachtschiffe gibt es (zig)tausende, dazu kommen unzählige kreuzfahrtschiffe, die alle quasi mit rohöl betrieben werden.

    wie du schon sagtest: es geht bei der co2 debatte genaunso wenig um umweltschutz wie es bei corona um gesundheit geht. Es geht einfach nur um zig billionen steuergelder, die „sinnvoll“ verbrannt werden wollen.

  20. #45
    rodbertus
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    böse böse rede in westfalen


  21. #46
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Böse für die, die das nicht hören wollen. Zunächst bleibt festzuhalten, dass das ein sachlicher Beitrag war...auf die Fakten bezogen alles stimmt...was er da sagte. Entsprechende Reportagen gab es auch schon bei den ÖR...ZDF Info, Phoenix,...allerdings nie zur Primetime.

    Es gehört zu den wesentlichen Aufgaben einer Oppositionspartei...die Vorhaben und Entscheidungen der Regierung zu hinterfragen, zu überprüfen...die Schattenseiten aufzuzeigen, Alternativen anzubieten.

    Es ist wichtig, dass die Menschen diese Schattenseiten kennen...sie nicht glauben sie wären Umwelthelden...nur weil sie sich ein E-Auto zulegen. Der AfD-Abgeordnete ist auf viele Punkte gar nicht eingegangen...die man hätte noch vortragen können - lag vermutlich an der zugestandenen Redezeit.

    Fazit: alles richtig, dennoch muss ein Anfang gemacht werden. Es bleibt die Hoffnung...vielleicht auch die Gewissheit, dass sich im Zuge der Energiewende neue Technologien entwickeln...auch und gerade hinsichtlich der Batterien...sprich der Energiespeicher. Nach dem heutigen Stand der Technik macht vieles, das mit der Energiewende verbunden ist, keinen Sinn...wird der Dreck nur woanders in die Luft geblasen...aber ich habe auch ein gewisses Vertrauen in unsere Ingenieure, dass sie da Lösungen finden...mit denen alle leben können.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  22. #47
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Des Pudels Kern ist doch: der fatale Irrtum, dass wir weiter wie bisher produzieren, konsumieren und verschwenden können wie bisher, nur halt grün und ökologisch sauber und klimaneutral!

    Die Grünen Träumer würden sofort 90 % ihrer Wähler verlieren, wenn sie ihnen reinen Wein einschenken müssten. Den sauren Wein der Realität:

    1. Es gibt keine sauberen Technologien in absehbarer Zeit, die unseren Lebensstil mit Null Emissionen, nachhaltiger Energieversorgung und totaler Kreislaufwirtschaft ermöglichen würden. Bestes Beispiel E-Auto. Bringt unterm Strich NICHTS.
    2. Es gibt keine Nachhaltigkeit ohne globalem Stopp des Bevölkerungswachstums, ja Reduktion der Weltbevölkerung innert weniger Jahrzehnte. Und das ist ohne Massenmord unmöglich.
    3. Es gibt keine Klima-, Energie-, Öko-Wende ohne radikale Änderung unserer Konsumgewohnheiten. Ja: ohne Verzicht geht es nicht.
    4. Deutschland kann tun, was es will, es wird die Welt nicht retten.

  23. #48
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Naja, ging ja schon in der Vergangenheit meist schief...wenn Deutschland die Welt retten wollte. Mit gutem Beispiel vorangehen...das reicht aus.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  24. #49
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Zitat ad:

    Mit gutem Beispiel vorangehen...das reicht aus.
    Schön wär's. Die Diskussion in der BRD - soweit ich das verfolge - dreht sich doch hauptsächlich um Energiewende (AKW-Abschaltung ja/nein, Windkraftausbau, Photovoltaik detto) und E-Mobilität (massiv gefördert, weil angeblich so gut fürs Klima). Jeder dieser Punkte hat ja was für sich, wird aber weder das Klima noch die Menschheit retten, solange Überbevölkerung herrscht und weiter zunimmt und die ökologischen Fußabdrücke zwischen den G7/G20-Ländern und dem Rest der ca. 130 Staaten so weit auseinander klaffen. Allen 8 oder 12 Mrd. Menschen auf dem Planeten unseren Lebensstandard ohne Klimakatstrophe und Kollaps der Ökosysteme zu ermöglichen, klappt nicht mal mit den utopischsten Technologien. Ohne Stopp des Bevölkerungswachstums und gleichzeitiger, massiver Einschränkung - Verzicht darf man ja nicht sagen - auf Individualverkehr, Fleischverzehr, Energieverbrauch, Stopp der Bodenversiegelung etc. etc. wird es nicht gehen. Und da dies genauso utopisch ist, wie eine nachhaltige Weltwirtschaft, wird es wohl nix mit der Öko-Wende und Klimarettung.

    Sorry, ich bin halt Realist - ähm Pessimist.

  25. #50
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Ein Wunsch, eulenspiegel, der geht Dir bereits in Erfüllung:

    Der Konsum 2021 brach ein - das hat natürlich vor allem mit der Pandemie zu tun, aber für viele war das scheinbar eine Initialzündung...denn einer aktuellen Umfrage nach wollen sich viele Deutsche auch in Zukunft in ihrem Konsum einschränken. Wir werden sehen...

    Allerdings warnen jetzt schon wieder einige...vor allem die Wirtschaftsverbände selbst, dass dies gefährlich für unsere Wirtschaft wäre. Nach dem Motto..."jeder ist sich selbst der Nächste".
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