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Thema: Krieg in der Ukraine

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  1. #1
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    Krieg in der Ukraine

    Was da an Kriegsvorbereitungen, Vergeltungsdrohungen, Imponiergesten und kalter Kriegsrhetorik abläuft, lässt einen schauern.

    Ich glaube nicht, dass hier die Guten, dort die Bösen sind. Die Nato hatte 30 Jahre Zeit, ihre hehren Friedensbeteuerungen in die Tat umzusetzen. Stattdessen hat man Russland Schritt für Schritt eingekesselt, das Bündnis nach Osten erweitert und keine Gelegenheit ausgelassen, Russland zu demütigen. Das macht mich sehr misstrauisch den guten Absichten des Westens gegenüber.

    Die USA haben jede Protestgruppierung und sog. Demokratiebewegung, die sich gegen die Regierungen dort auflehnte, unterstützt. Selbst so Leute wie Nawalny, der bei uns als Rechtsextremist fertig gemacht würde, haben sie zum Märtyrer hochstilisiert.

    Ich halte die Forderungen Russlands an die Nato für höchst vernünftig und gerechtfertigt. Bin ich jetzt ein subversives Element und ein Putinversteher?

    Ist mir auch egal.

  2. #2
    schreibt hier hin und wieder Avatar von WirbelFCM
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Putin IST eine der besonnenen Kräfte in RUS. Die hardliner sind viel schlimmer.

    es gibt nur einen Weg zum Frieden: NATO UND RUSSLAND RAUS AUS DER UKRAINE!

  3. #3
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Nato und Russland raus aus der Ukraine - JA! Unbedingt.

    Doch das ist unmöglich, zumal der Westen zu keinem Einlenken bereit ist und weiter an der Eskalationsschraube dreht. Jetzt liefern auch deutsche Sozialdemokraten Waffen in ein Kriegsgebiet! Das ist WAHNSINN - und Scholz hat sich damit als Staatsmann völlig disqualifiziert und den Hardlinern im Westen ergeben.

    Aber, niemand weiß, wie Putin tickt. Ich traue ihm alles zu. Besonnen ist anders. Es gibt keinen Grund, mit der Atomkarte zu drohen. Nie und nimmer, unter keinen Umständen, es sei denn, die USA drohen damit. Und es gab keinen Grund, jetzt in der Ukraine einzumarschieren. Es gab keine akute, direkte Bedrohung für Russland aus der Ukraine. Es gab und gibt allerdings die Bedrohung der weiteren Nato-Osterweiterung und daran sind allein USA und Nato schuld!

    Wie gesagt, EUSA haben die Verantwortung für die jetzige Lage, aber - noch - zwingt nichts, Putin Krieg zu führen und die Atomkarte zu ziehen.

  4. #4
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Sorry, aber ich kann's nicht lassen.

    Mir schwindelt, wenn ich nur die Überschriften von Artikeln und Kommentaren in den 'Qualitätsmedien' lese:

    EU gibt 450 Millionen € für Waffenlieferungen frei (Zeit)
    100 Milliarden (!) für die Bundeswehr (Zeit)
    Europa muß auch eine militärische Macht werden (Die Presse, Wien)
    Amerika will Russland wirtschaftlich niederringen (faz)
    usw.

    Überall Kriegsrhetorik, nicht nur vom bösen Russen, sondern in all unseren Bundestagen, Parlamenten und Medien. Erschreckende Parallelen zu 1914, wo wir auch in einen Weltkrieg hineintaumelten. Manche kriegen sich gar nicht mehr ein und geifern, als wären sie selber unter Beschuß. Dabei sitzen sie in ihren geheizten Büros, Lofts und Lobbies und erklären mir die Welt. Wo das Böse ist und wo die Guten stehen, nämlich immer auf der Seite der Freiheit und des Rechts. Pathos, Häme, Mantras auf allen Kanälen. Und die Flintenweiber ganz vorne mit dabei. VonderLeyen und die Geifergans Bärbock kriegen sich gar nicht mehr ein vor Appellen, Verdikten, Urteilen und Parolen. Annalena will Russland durch die Sanktionen 'ruinieren' (Originalzitat).

    Die grünen Gründergestalten rotieren in ihren Gräbern und Urnen. Dieweil ein sozialdemokratischer deutscher Kanzler Waffen in ein Kriegsgebiet liefert und die Aufrüstung mit wahnwitzigen 100 Mrd. Euronen ins Absurde treibt.

    Nato und USA gaben im Jahr 2017 900 Mrd. US Dollar für Militär aus, Russland schlappe 70 Mrd. Da müssen wir natürlich unsere Rüstungsausgaben steigern!

    Und da noch ein Link aus 2020: https://www.salto.bz/de/article/3004...auf-rekordhoch

    Mann. Ich kann es nicht mehr hören, dieses hohle Pathos, diese Kriegsgeilheit, diese verlogene Rhetorik.

    30 Jahre lang hat man versäumt, hat man versucht Russland zu 'ruinieren'. Als Ergebnis hat man jetzt einen durchgeknallten Paranoiker im Kreml. Und 30-50 Verrückte in EUSA an den Regierungsspitzen. Und täglich werden es mehr.

    Hätte nie geglaubt, dass ich das mal sagen würde: der Einzige, der sich ehrlich um Verständigung zu bemühen scheint, ist der Franzos Macron. Dafür chapeau, monsieur le président!

    Scheint, dass Nostradamus, Sibylla und Co. recht bekommen sollen: wir schaffen uns selbst ab. Na denn, mir soll's recht sein.
    Geändert von eulenspiegel (28.02.22 um 00:07 Uhr)

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder Avatar von WirbelFCM
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Zitat Zitat von eulenspiegel Beitrag anzeigen
    Nato und Russland raus aus der Ukraine - JA! Unbedingt.

    Doch das ist unmöglich, zumal der Westen zu keinem Einlenken bereit ist und weiter an der Eskalationsschraube dreht. Jetzt liefern auch deutsche Sozialdemokraten Waffen in ein Kriegsgebiet! Das ist WAHNSINN - und Scholz hat sich damit als Staatsmann völlig disqualifiziert und den Hardlinern im Westen ergeben.

    Aber, niemand weiß, wie Putin tickt. Ich traue ihm alles zu. Besonnen ist anders. Es gibt keinen Grund, mit der Atomkarte zu drohen. Nie und nimmer, unter keinen Umständen, es sei denn, die USA drohen damit. Und es gab keinen Grund, jetzt in der Ukraine einzumarschieren. Es gab keine akute, direkte Bedrohung für Russland aus der Ukraine. Es gab und gibt allerdings die Bedrohung der weiteren Nato-Osterweiterung und daran sind allein USA und Nato schuld!

    Wie gesagt, EUSA haben die Verantwortung für die jetzige Lage, aber - noch - zwingt nichts, Putin Krieg zu führen und die Atomkarte zu ziehen.
    alsomich bin mir ziemlich sicher, dass Putin keinen Krieg will! Wäre Blödsinn. Aber nach jahrelangem Predigen sah er wohl die Zeit zum Handeln gekommen. Und ganz so ist das ja nicht mit „Einmarsch in die Ukraine“. Putin ist nicht in die Ukraine einmarschiert, sondern unterstützt die Volksrepubliken Donezk und Luhansk im Kampf gegen urkainische Truppen, die DERER Meinung nach in ihrem Land nichts zu suchen haben. Ist im Grunde nichts anderes als Hitlers Einmarsch in Danzig und die ostdeutschen Länder 1939. Rein völkerrechtlich ist das durchaus legitim!

    Nur weil wir diese Staaten nicht als solche anerkennen heißt das nicht, dass sie keine souveränitätsrechte haben!

    ich spekuliere darauf, dass Putin dem Westen in der nächsten Zeit ein Ultimatum stellen wird, die kampfhandlungen einzustellen und von der NATO fordern wird, ihre Truppen aus der Ukraine abzuziehen und im Gegenzug seine Truppen selber auch zurückzuziehen. Beim Schach würde man das „den Gegner in Zugzwang bringen heißen“. Denn man kann davon ausgehen, dass die Völker das Angebot zum Zwecke des Friedens als akzeptabel erachten und ihre Regierungen zwingen werden, dem nachzukommen. So hätte ich es an Putins Stelle jedenfalls getan

    also lassen wir uns mal überraschen…

  6. #6
    Ist durch nichts wegzugraulen Avatar von anderedimension
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Ob wir das Jahr 2023 noch erleben werden? Gefühlt würde ich sagen...die Chancen stehen 50:50

    Was heißt das eigentlich...die Atomstreitkräfte in Alarmbereitschaft versetzen? Vermutlich werden die Waffensysteme hochgefahren und entsichert... die Generäle und Kommandeure bekommen mehr Freiheiten. Und das ist natürlich sehr gefährlich...wie wir nicht erst seit der Kuba-Krise wissen. Alleine dem Archipow haben wir es zu verdanken, dass es uns heute (noch) gibt. Eigentlich müsste in jeder Stadt dieser Welt ein Denkmal für ihn stehen. Nochmal werden wir ein solches Glück nicht haben.

    Ich hatte verschiedene Leute gefragt...ob sie denn wüssten, wo der nächste Luftschutzbunker sei. Nur Kopfschütteln. Schon alleine das zeigt, wie unerwartet uns dieser Krieg trifft. Bei einem Atomaschlag hilft auch kein Bunker mehr. Wir sind hier keine 100 KM von der Air Base Ramstein entfernt....da geht das dann mit dem Tod sehr schnell. Der Asteroiden-Einschlag auf Yucatan reichte aus, um fast alles Leben auf dieser Erde auszulöschen...und dieser Einschlag war die Kerze auf der Kindergeburtstagstorte...bei einer Feier auf einer Waldorfschule...im Vergleich mit der Sprengkraft heutiger Atomraketen.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  7. #7
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Mit den milliardenschweren Waffenlieferungen der EU an die Ukraine sind wir Kriegspartei. Ist das jemand klar?

  8. #8
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Ja. Ich war die ganze Zeit gegen Waffenlieferungen...bin aber inzwischen dafür - aus zweierlei Gründen:

    1. da die Russen am Boden nicht weiterkommen, werden sie verstärkt über die Luft angreifen. Die Ukraine hat quasi keine Waffen, die einem Angriff aus der Luft entgegenwirken können...weshalb dann mit vielen Opfern aus der Zivilbevölkerung zu rechnen wäre. Die Deutschen haben da eine Art Panzerfaust zur Luftabwehr...kann von einem einzigen Mann bedient werden und ist sehr effektiv. Man visiert das bewegliche Ziel an und die Rakete verfolgt es. Trefferquote 80%. Einweisungszeit ein paar Minuten. Die Ukraine scheint eine realistische Chance zu haben...drum wäre es fahrlässig...sie nicht zu unterstützen.

    2. Wir sind sowieso Kriegspartei, da das kein Angriff auf die Ukraine...sondern ein Angriff auf die westliche Welt ist. Putin hat uns ganz offen gedroht...und bereits angedeutet, dass die Ukraine nicht sein letztes Ziel sein wird.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  9. #9
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    AW: Krieg in der Ukraine

    das kein Angriff auf die Ukraine...sondern ein Angriff auf die westliche Welt ist. Putin hat uns ganz offen gedroht...und bereits angedeutet, dass die Ukraine nicht sein letztes Ziel sein wird.
    Die Propagandamaschine der EUSA tut offenbar ihre Wirkung. Bitte nicht naiv sein. Von Anfang an, seit 1990 zielt die Strategie des Westens unter Führung der Imperialmacht USA einzig darauf hin, Russland zu vernichten. Börbock hat das unlängst gewollt oder nicht, selber gesagt: Russland soll ruiniert werden. Warum? Nicht wegen der korrupten Oligarchen oder dem bösen Putin, das sind ja nur vorgeschobene Argumente fürs Fußvolk, sondern wegen der fast unerschöpflichen natürlichen Ressourcen an Fläche, Bodenschätzen und Menschen. Fällt Russland ist die USA DIE globale Hegemonialmacht. Da kann nicht mal China dagegen anstinken.

    Die Frage ist nur: wie reagiert Putin? Wenn er nicht ganz wahnsinnig ist wie Hitler einst in seinem Bunker, dann weiß er, dass verloren hat, dass er lebend da nicht mehr rauskommt. Reisst er die Welt mit oder geht er als fairer Verlierer aus dem Game raus?

  10. #10
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Moment mal, Wirbelchen :-)

    ich spekuliere darauf, dass Putin dem Westen in der nächsten Zeit ein Ultimatum stellen wird, die kampfhandlungen einzustellen und von der NATO fordern wird, ihre Truppen aus der Ukraine
    Die Nato hat keine Truppen in der Ukraine stationiert...die sie von dort abziehen könnte.

    Und ganz so ist das ja nicht mit „Einmarsch in die Ukraine“. Putin ist nicht in die Ukraine einmarschiert, sondern unterstützt die Volksrepubliken Donezk und Luhansk im Kampf gegen urkainische Truppen,
    Mit dieser Aussage hast Du dich für den Einzug in den Kreml qualifiziert. Russland ist an sechs verschiedenen Stellen und von drei Seiten aus in die Ukraine einmarschiert - was anderes als ein Einmarsch sollte das denn sein?!

    Ich hatte lange ein gewisses Verständnis für Putins aggressive Haltung...schließlich sind "wir" ihm ziemlich auf den Leib gerückt...aber was er da aktuell abzieht, dafür gibt es keine Entschuldigung...das geht eindeutig zu weit. Hätte er sich auf den Donbas...auf die Ost-Ukraine beschränkt, dann wäre das irgendwo nachvollziehbar und vielleicht sogar auch tolerierbar. Aber was er jetzt macht...das geht gar nicht.

    also lassen wir uns mal überraschen…
    Ich kann auf weitere Überraschungen verzichten...
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  11. #11
    schreibt hier hin und wieder Avatar von WirbelFCM
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Die NATO hat knapp 40.000 Mann in der ukraine und über 1000 militärfahrzeuge 8-)
    dsvon abgesehen hat die ukraine aus ihrer sunzeit das knowhow für aromwaffen, die nötigen trägerraketen und mit der nato einen partner, der die nötigen restlichen utensilien zum atomwaffenbau liefern könnte. Also die atomgefahr von der ukraine für RUS ist schon real.

    und da ich den genauen frontverlauf nicht kenne (ich glaube nicht viel von dem was unseren medien dazu verbreiten und bin da auch gegenüber rt deutsch skeptisch) kann ich nicht sagen, ob er auch wirklich in die ukraine einmarschiert ist. Ich weiß allerdings, dass die bild mal wieder mit falschen infos gehetzt hat. Die haben vorgestern wieder von angriffen berichtet mit einem video dass vor knapp 6 jahren in china gedreht wurde 8-) und wenn man schon auf falsche videos und fakes zurückgreifen muss erweckt das bei mir immer den verdacht, dass es keine echten videos gibt. Mutmaßlichndeshalb, weil es keine echten angriffe gibt. Das ist aber reiner spekulatius.
    auch gestern berichtete blöd tv aus kiew von panik und schrecken aber im hintergrund saßen leute gemütlich am cafe oder schlürften tee am imbißstand :D
    einen haben sie interviewt, der mit zwei koffern rumrannte, wohin er jetzt gehen würde und der sagte nur „zur arbeit“ :D
    also mir ist das alles etwas zu mysteriös um putin jetzt zu verteufeln. Ich warte noch ab ehe ich mir ein urteil erlaube. Bisher weiss ich dafür einfach zu wenig.

    dr. Daniele ganser sprachnzwar von einem verstoß gegen das UN gewaltverbot, aber wenn meine og these stimmen sollte wäre das auch nicht so eindeutig

  12. #12
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Soweit ich das überhaupt beurteilen kann, hat sich Putin total verzockt. Er kommt aus der Geschichte nicht politisch und wsl. auch physisch nicht lebend raus. Die russische Armee ist ein total dysfunktionaler Haufen, unorganisiert, die armen Soldaten wissen oft nicht mal, dass sie in der Ukraine sind und was sie dort sollen. Der Vormarsch der Russen ist ein dilettantisches Fiasko bis jetzt. Wurscht. Putin hat sich selbst schachmatt gesetzt. Die Frage ist, wie er reagiert und wieviel Macht er noch hat, wie lange er sich noch halten kann. Wenn ich auch das Vorgehen des Westens der letzten 30 Jahren zutiefst ablehne, so hat Putin sich unnötig selbst ins Abseits gestellt. Möglicherweise wird er sogar eine militärische Niederlage in UKR erleben. Die Frage ist nur, was kann er noch an Unheil anrichten? Kann er es zu einem WK III treiben, oder nicht.

  13. #13
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Ich höre vor allem auf das...das unsere Generäle und sonstige Militärexperten zu diesem Thema sagen - und die sagen, dass Russland vermutlich nicht so schnell vorankommt...wie geplant...aber das wird Putin nicht aufhalten. "Nur" 30TSD Soldaten sind einmarschiert...der Rest positioniert sich weiterhin an der Grenze. Irgendwann kommen die nächsten 30TSD...dann nochmal 30TSD usw...bis das Ziel erreicht ist.

    Und nicht vergessen...Putin war ein hoher KGB Offizier...der weiß, welche Leute er um sich versammelt. Im Westen träumt man davon Putin von einem Killerkommando beseitigen zu lassen...aber ich denke...das kann man vergessen...ist nicht wirklich eine Option.

    Schon vor Wochen schrieb ich hier...dass der Kompromiss für die Ukraine folgender sein könnte: EU ja, Nato nein. Dieser Kompromiss zeichnet sich so langsam ab...
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  14. #14
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Ich höre da auf mein Bauchgefühl. Das mich selten täuscht, in diesem Fall aber wohl sehr fragwürdig ist. Auf sog. Strategen und Experten gebe ich nichts. Weil die doch immer gebiased sind und nur solche Informationen verbreiten, die ihren Zielen oder denen ihrer Brotgeber nützen.

    Also, mein Bauch sagt mir, Putin ist tot. Jedenfalls politisch, vllt. auch physisch. Und mein Bauchgefühl sagt mir, der Westen wird auf diesen 'Sieg' mit Triumphgeheul und Siegestaumel reagieren, worauf in Raussland wohl der nächste Putin installiert werden wird. Wann werden wir endlich kapieren, dass die Strategie, Russland 'ruinieren' zu wollen (Zitat Bärbock) weder im Einklang mit unseren vielbeschworenen - und verratenen - Werten steht, sondern nur dazu führt, dass Kriege und Konfrontation prolongiert werden. Auch den Fall, dass Russland 'fällt' und den Weg der ehemaligen Ostblockstaaten wie Polen, Ungarn, Slowakei etc. geht, halte ich für katastrophal. Fürs Klima und für den weiteren Bestand der Menschheit. Und das will ich mir gar nicht vorstellen.

  15. #15
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post AW: Krieg in der Ukraine

    Übel, übel, übel. Ich meine nicht die obigen Beiträge. Selten ging's im Wolkenstein-Forum so einhellig zu. Muß wohl daran liegen, daß wir hier so weit links stehen, daß wir rechts schon wieder vorgucken. Beiden Richtungen ist gemeinsam - und ich spreche von den wirklich Linken und Rechten, nicht von ihren depravierten aktivistischen Armen -: Nie wieder Krieg! Über andere sage ich itzt nichts, weil das im Moment nicht zum Thema gehört.

    Was mir Sorgen macht:
    1. Die Regierung: Furchtbares Management. Statt Deutschland aus diesem Krieg herauszuhalten, drängelt sie uns hinein. Sie macht sich zum Handlanger westlicher Interessen, die mit den deutschen nicht konform gehen. Unser Hautpinteresse in Osteuropa muß Zusammenarbeit heißen, nicht Parteinahme in diversen Konflikten zugunsten der einen oder anderen Seite. Daß wir ein GG-Verbot haben, das uns verbietet, Waffen in Krisengebiete zu schicken, wird mit dem Verweis auf Notwehr weggewischt. Was für eine Heuchelei! Das gleiche Argument ließe sich in jedem Kriegsgebiet seit 1945 anwenden - und richtigerweise schickten wir keine angriffsfähigen Waffen in diverse Kriegsgebiete. Heute tun wir es.
    GG Art. 26, Abs 1:
    (1) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.
    Es ist kaum anzunehmen, daß die Ukraine, sofern sie unsere Waffen erhält, diese nur zu Verteidigungszwecken einsetzt, sofern sie durch diese Waffen die Möglichkeit erhält, die Russen zu besiegen.
    Kurzum, der Export von Waffen ist nicht nur unmoralisch, sondern v.a. unethisch. Und er ist selbstvergessen. Wir Deutsche haben die Schnauze zu halten, wenn es irgendwo auf der Welt brennt. Wir helfen Opfern, wir bauen auf, wir schützen, aber wir greifen nirgendwo an oder zugunsten einer Seite ein. Ist das denn so schwer zu begreifen, was es heißt, pazifistisch (ein anderes Wort ist dafür "gesinnungsmilitaristisch"; der Gegensatz lautet "instrumentalmilitaristisch") zu sein?
    Und damit bin ich bei zwei weiteren üblen Dingen, die unsere Regierung gestern verbrach: Die Aufstockung des Militäretats auf 2% unserers BIP (umme 100 Milliarden sind das in diesem Jahr) hätten nur dann Sinn, wenn damit ein Schutz des Reiches verbunden wäre. Diesen Sinn aber hat diese Aufstockung nicht. Jemand faselte sogar was von Atomwaffen. Das dürfte technisch kein Problem für uns sein, welche herzustellen (das können wir schon seit den 1940ern), aber welchen Zweck sollte das haben? Und warum 100 Milliarden in ein Verteidigungssystem stecken, das schlecht ist, wo nicht klar ist, wer welche Rolle übernehmen soll? Und wenn man das mit Frankreich koordiniert, dann sollte man zuerst alle Aktivitäten in Afrika einstellen und sich auch aus Nordafrika heraushalten oder aus Nahost oder wo auch immer westliche Interessengebiete liegen. Ich bin Gesinnungsmilitarist, kein Instrumentalmilitarist. Ich halte sehr viel von körperlicher und geistiger Disziplinierung in jungen Jahren. Ich halte überhaupt nichts von Kriegen. Unsere Regierung will den Eingriff in Krisengebieten und das Kriegführen, denn sie fühlt sich moralisch dazu verpflichtet. Was für eine Moral ist das denn? Es ist die gleiche Moral, die
    erstellt von jf:
    ...dafür verantwortlich sei „eine neue totalitäre Ideologie“, die er [Martenstein] als „identitär“, andere als „woke“ bezeichneten, [in den politsichen und gesellschaftlichen Diskurs zu bringen].Diese Weltanschauung gebe vermeintlich edle Ziele wie den Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung vor. Aber „sie will die ganze Macht, sie ist unduldsam, sie kann skrupellos sein und brutal, um Andersdenkende auszuschalten.“ Angesichts dieser Gefahr müsse Tag für Tag um die Meinungsfreiheit gekämpft werden, betonte Martenstein.

    Hintergrund ist eine Kolumne des Autors beim Tagesspiegel von Anfang Februar. Darin hatte er sich dafür ausgesprochen, das Tragen von Judensternen auf Corona-Demonstrationen nicht als antisemitisch zu bezeichnen. Wer den Hitlervergleich bemühe, wolle jemanden als „absolut böse“ darstellen. „Der ‘Judenstern’ dagegen soll seine modernen Träger zum absoluten Gegner machen, zum totalen Opfer. Er ist immer eine Anmaßung, auch eine Verharmlosung, er ist für die Überlebenden schwer auszuhalten. Aber eines ist er sicher nicht: antisemitisch“, betonte er damals.

    2. Die Seiten verschwimmen hier auch völlig. Vergessen wir nicht, daß 2014 SS-ähnliche Truppen die sogenannte Revolution in der Ukraine durchzogen. Das tun sie auch heute noch unter dem Beifall vieler Ukrainer, auch in Regierungskreisen. (Quelle: taz) Okay, bei den letzten Wahlen errangen diese Leute nur 2% der Stimmen, und an der Spitze des Staates steht ein Jude. Aber eben dieser Jude greift nicht ein, wenn die SS-nahen Truppen und Kämpfer die Russen in der Ostukraine verfolgen und sie auslöschen wollen, seit acht Jahren! Im Krieg ist das das Regiment oder Bataillon Asow. Das Sprachverbot hat er unterschrieben und die Weigerung, das Minsker Abkommen umzusetzen, ist seine Entscheidung, wahrscheinlich auch goutiert von nichtukrainischen Mächten, wobei ich itzt nicht die Russen meine. Diese Mächte haben großes Interesse an einer instabilen Zone im südlichen Rußland. Der Iran, die Türkei und einige Kräfte in den USA sind hier zu nennen, v.a. diese MIK-Leute, die wahrscheinlich das größte Interesse daran haben, Rußlands Entwicklung auszubremsen.

    3. Die Russen ihrerseits unterstützen wohl mehrheitlich den Krieg gegen die Ukraine, was daran liegen dürfte, daß die meisten Russen großrussisch denken, auch die jungen. Ich glaube nicht, daß man in Rußland das Denken inzwischen aufgegeben hat. Ich glaube auch nicht an das Narrativ, es seien nur die uninformierten und dummen Alten, die den Krieg befürworteten, währenddessen die internetaffinen jungen Russen ihn mehrheitlich ablehnten. Die Mehrheitsverhältnisse dürften schlimmstenfalls - aus Putins Sicht - bei 1:3 liegen, also drei Befürworter des Krieges gegen einen Gegner. Das liegt nicht daran, daß die Russen Krieg wollen, sondern schlichtweg daran, daß sie die Politik der offiziellen Ukraine gegen die Russen in der Ukraine ablehnen und eine Strafexpedition ihrer ruhmreichen Armee für angemessen halten. Dieses 3:1-Verhältnis ist schon zugunsten der Putinkritiker bestimmt. Putin erhielt bei der letzten Wahl 75% Zustimmung, die wohl so auch stimmen werden. Die Russen mögen klare Verhältnisse und orientieren sich gern am Stärksten, dem sie mehr oder weniger zähneknirschend folgen. Das war immer so und wird wohl absehbar auch so bleiben. Diversifizierung (wie bei uns Deutschen) ist ihre Sache nicht. Putin also als illegitimen Staatschef abzukanzeln, ist bösartig und undemokratisch. Aber das hat seine Ursachen in der Abkanzelattitüde des herrschenden Zeitgeistes.



    4. Die Folgen des Krieges: Die Maßnahmen der Regierung (und der EU) werden nur die ärmeren Russen treffen, die deutsche Wirtschaft schädigen und verbrannte Erde in Hinsicht auf Gedeihlichkeit hinterlassen. Die reichen Russen werden zwar einige Milliarden verlieren, aber sie werden auch im Westen jemanden finden, der ihnen ihr Geld wäscht. Die armen Russen werden das nicht. Sie werden ihre Jobs verlieren und nicht so schnell neue finden. China zahlt sicherlich nicht so gut wie die BRD. In Europa werden die Energiepreise nach oben schnellen, was aber SPD und GRÜNEN paßt. Sie geben einmalig 100 € Soforthilfe und nehmen das gleiche monatlich, na, sagen wir zweimonatlich den Leuten aus der Tasche, zugleich schäumen sie zwar im Augenblick, weil sie fossile Rohstoffe horten müssen, aber imgrunde ist ihnen das recht, denn es beschleunigt ihren energetischen Umbau. Die Armen in der BRD werden es spüren. Die SPD-GRÜNINNEN-Klientel nicht. Die sitzen in ihren vollklimatisierten Büros und basteln an der neuen Weltordnung.
    Es gibt aber auch Positives zu erwarten: Die Abkehr von fossilen Brennstoffen könnte unsere Autoindustrie dazu verführen, ein Konzept aus den 1970er Jahren wieder aufzunehmen, das Wasser-Auto. (Mir schwant da was vom CO2-Auto! ) Vielleicht wird im Kontext der deutschen Wiederaufrüstung auch Material entwickelt, das unserer Wirtschaft neue Märkte erschließt. Vielleicht werden auch andere Technologien nur schneller entwickelt (Atombombe mal ausgenommen), die der deutschen Wirtschaft helfen, ihre Verluste durch den Wegfall des Ostgeschäfts zu kompensieren.

  16. #16
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Finde es bedenklich, daß wenn einerseits die Nato in ein föderalistisches Land eingreift, um seine Auflösung zu beschleunigen, der Einfall als humanitärer Akt begriffen werden soll (als Belgrad brannte gab es meines Erachtens aber viele zivile Opfer); andererseits die russische Intervention zur Auflösung der derzeitigen Ukraine als menschenfeindlich betrachtet wird und Putin nun offiziell als Diktator bezeichnet wird.

  17. #17
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Das ist Politik. Schlechte, kurzsichtige Politik. 'Wertebasierte' Politik.

    Inzwischen halte ich den Universalitätsanspruch auf unsere Werte für ebenso borniert wie vermessen. Werteimperialismus pur.

  18. #18
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Warum sollten wir Russland auch ruinieren wollen - es verbindet uns mit diesem Land sehr viel. Von St. Petersburg mal abgesehen...ist Russland nicht das typisch Reiseziel der Deutschen - drum ist es für sie die große Unbekannte. Ich glaube kein anderes Land hat so viele und vor allem so große Naturschutzgebiete...wie Russland. Viele Tier-und Pflanzenarten kommen nur dort...z.B. am Baikalsee vor. Wir sollten uns nach wie vor die Mühe machen...zwischen Russland...den Russen und Putin zu trennen.
    Ich mag die russische Seele...ihre Melancholie und Leidensfähigkeit.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  19. #19
    schreibt hier hin und wieder Avatar von WirbelFCM
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Nein das ist Propaganda

  20. #20
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Las eben eine Meinung, die ich weitgehend teile. Die Stellen, die ich nicht teile, habe ich in eckigen Klammern kommentiert.

    erstellt von Craig Murray

    Ich habe großes Verständnis für die russischen Sicherheitsbedenken im Hinblick auf die Einkreisung durch die NATO und die Stationierung von Vorwärtsraketen. Aber einen Regimewechsel durch eine Invasion in der Ukraine anzustreben, kann unmöglich die Antwort sein. Ich habe immer noch nicht die geringste Ahnung, was Putin erreichen will. Es ist einfach unmöglich – und das schon seit der Annexion der Krim – daß eine demokratische Ukraine freiwillig eine prorussische [pro-Putin] Regierung wählt. Nach dieser Invasion könnte ein Putin-freundliches Regime in der Ukraine nur durch einen extremen Autoritarismus aufrechterhalten werden, der weit über das in Rußland vorherrschende System hinausgeht. [hier melde ich leise Zweifel an]

    Lassen Sie es mich ganz deutlich sagen. Das kann nur mit einer Regierung in Kiew enden, die Putin genauso verabscheut wie das ukrainische Volk, oder damit, daß Rußland ein Marionettenregime durch extreme Repression aufrechterhält. Es gibt keinen Ausweg mit einer friedlichen, neutralen Ukraine. [doch, den gibt es: man muß sie in ein kollektives Sicherheitssystem einbetten] Sobald man versucht, die Dinge mit reiner Gewalt zu lösen, verliert man diese Option. Wenn ich Ukrainer wäre, würde ich auf keinen Fall der Entmilitarisierung meines Landes zustimmen.

    Was die Entnazifizierung anbelangt – die in der Ukraine zweifellos notwendig ist – so hat Putin dem “heroischen antirussischen Nationalisten”-Memo der ukrainischen Nazigruppen massiven Auftrieb gegeben. Das ganze Land und die Regierung als Nazi zu bezeichnen, ist jedoch einfach falsch.

  21. #21
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Ich kann mir nicht vorstellen, wie diese Invasion friedlich oder militärisch beendet werden soll. Die Ukrainer werden sich mit einer russ. Besatzung nicht abfinden, Russland wird die Ukraine auf Dauer nicht halten können. Ein russlandfreundliches Regime wird sich ohne russische Besatzung nicht halten können.

    Für mich ist Putin erledigt, früher oder später wird er entsorgt werden müssen. Ob das die Russen alleine schaffen, ist fraglich. Eher wird es die wirtschaftliche Isolation und ihre Folgen sein, die ihn am Ende zu Fall bringen werden. Auch dass er aus Ukr. abzieht und die Forderungen des Westens erfüllt, ist heute kaum vorstellbar. Ausserdem würde das wohl die Isolation Russland und die Sanktionen nicht beenden. Der Westen wird nicht ruhen, bis Putin weg ist. Der Westen wird nicht ruhen, bis Russland 'ruiniert' ist (Zitat Bärbock). Und das ist die Crux an der Sache. Diese Politik hat Putin dorthin getrieben, wo er heute steht: im Eck.

    Die westliche Politik zielt auf eine totale Kapitulation Russlands auf allen Fronten, d. h. auf einen Regimewechsel, einen system-change. Und das wird auch nicht funktionieren. EUSA und Nato wollen mit allen Mitteln ein Russland a la carte, wo sie sich beliebig bedienen können, ein Russland a la DDR nach dem Mauerfall ohne offizielle Eingliederung in die USA oder EU. Ein Russland mit einer US-hörigen Vasallenverwaltung. Und das wird auch nicht funktionieren.

    Die westliche Politik ist saudeppert, darin steht sie Putins Politik um nichts nach. Ich sehe schwarz. Aber dus muß ich ja als Realist, ähm Pessimist.

  22. #22
    Ist durch nichts wegzugraulen Avatar von anderedimension
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Um den Frieden wieder herzustellen...bzw. um einen Atomkrieg zu verhindern, werden alle einen Preis bezahlen müssen. Wäre doch ziemlich naiv... zu glauben...wir beenden diesen Krieg...und alles ist wie vorher. Ich halte die Entmilitarisierung der Ukraine für einen guten Vorschlag...sogar für eine Notwendigkeit...soll die Ukraine in Zukunft eine neutrale Zone zwischen Russland und der Nato sein. Gegen eine EU-Mitgliedschaft der Ukraine hätte Putin vielleicht gar nichts einzuwenden...sofern sie militärisch neutral bleibt.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  23. #23
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Während nomadische (räuberische) Völker in Kriegszeiten ihre jungen Männer wegschicken, um neue Lebensräume zu erobern, neigen seßhafte (weniger räuberische) Völker dazu, ihre Frauen und Kinder wegzuschicken. Die Männer müssen das Erworbene verteidigen.

    interessantes Gespräch 2020

  24. #24
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    AW: Krieg in der Ukraine

    Putin ist erledigt. Die Frage ist nur, wieviel Schaden kann er noch anrichten? Der Bogen ist weit gespannt, vom Sturz durch Leute aus den eigenen Reihen bis zum atomaren Inferno ist alles drin.

  25. #25
    schreibt hier hin und wieder Avatar von WirbelFCM
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    Hmmm da bin ich noch skeptisch. Putin ist nur erledigt, wenn der Westen die Wahrheit unterdrücken kann. Der hat noch nen Trump(f) in der Hinterhand, da bin ich mir sicher! Aus verschiedenen (Aluhut)-Quellen heißt es, dass Putin nur Chemielabore des Westens bombardiert, wo biologische Kampfstoffe wie bspw. C19 (Ähnlichkeiten zu bekannten Virenstämmen könnten rein zufällig sein ) entwickelt werden sollen, was Putin an seiner Grenze partout nicht will! Und a sich derartige „Verschwörungstheorien zumoft als wahr oder zumindest berechtigt erwiesen haben…

    Also ich bin noch sehr vorsichtig, mir eine Meinung zum aktuellen Geschehen zu bilden. Ich bin mir sicher, dass mir dafür noch wesentliche Informationen fehlen. Allein der Umstand, dass die hiesigen Medien erwiesenermaßen schon wieder mit Fakevideos Propaganda betreiben läßt mich aufhorchen!

    Zitat Zitat von aerolith Beitrag anzeigen
    Während nomadische (räuberische) Völker in Kriegszeiten ihre jungen Männer wegschicken, um neue Lebensräume zu erobern, neigen seßhafte (weniger räuberische) Völker dazu, ihre Frauen und Kinder wegzuschicken. Die Männer müssen das Erworbene verteidigen.
    und jetzt bringe das mal jemand mit unseren Merkelingen aus dem Abendland in Verbindung…

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