Wirr die Lage. Unabsehbar die Entwicklung, die dieser Krieg nehmen wird. Im Grunde sind wir längst Kriegsteilnehmer. Jetzt werden die Waffenlieferungen nach UKR ausgeweitet. Es liegt nun im Belieben Putins, wann er die Nato offiziell als Kriegspartei erklären wird. Je mehr er unter Druck kommt und je länger der Vorstoß in der UKR stockt und sich hinzieht, desto eher wird das passieren.


Dieser Krieg offenbart ein uraltes Dilemma: Moral versus Pragmatismus. Moralisch können wir nicht zusehen, wie die Menschen in UKR leiden und sterben. Gleichzeitig bedeutet ein aktives Eingreifen an der Seite der UKR einen Krieg unabschätzbaren Ausmaßes an Zerstörung bis hin zum globalen Atominferno. Was also tun?


Der Fehler der EUSA war, immer zwischen Moral, Gier, Geschäftemacherei und Natoerweiterung herumlaviert zu haben. Einer verlogenen Moral, einer durch und durch korrupten Krämerei, einem Hunger nach Rohstoffen und fossilen Energieträgern und der politischen Versuchung, RUS in die Knie zu zwingen, zu ruinieren, wie es Bärbock nannte.


Russland ist unermeßlich an Fläche, an Rohstoffen, Bodenschätzen und unendlich wichtig in der Schachpartie China-USA. Wer RUS kontrolliert, sitzt direkt am längsten Schalthebel der (Welt)Macht. Ist es verrückt anzunehmen, es sei langfristig Strategie der USA, RUS solange zu schwächen, reizen, demütigen, in die Knie zu zwingen, bis ein system-change ähnlich dem 1989/90 quasi von selbst geschieht. Dann fällt RUS wie eine reife Frucht den EUSA in den Schoß. Kommt mir nicht so unplausibel vor.